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Benjamin Schieder

[TRAVEL] (FAST) 5 WOCHEN MAROKKO

2009 February 07 | 0 comments

Am kommenden Montag werde ich Marokko verlassen. Ich werde dann fast fuenf Wochen dort gewesen sein.

Fuenf Wochen unrasiert und fern der Heimat, was kann man da ueber ein Land, das sich so grundlegend von Deutschland unterscheidet sagen?
Nun, die Taxifahrer hier haben jeden Selbsterhaltungstrieb ueber Bord geworfen. Ich war jedesmal froh, lebend aussteigen zu koennen. Allerdings wird hier von allen Verkehrsteilnehmern hauptsaechlich die Hupe verwendet. Gleich danach folgen Gaspedal und Bremse, etwa zu gleichen Teilen.
Vorfahrtsregeln gibt es wohl, nur interessiert sich keiner dafuer. Ampeln ebenso. Es wird gefahren, wo und wie Platz ist. Irgendwie ist der Verkehr in Marokko das, was man dem Verkehr in Deutschland immer unterstellt: Chaotisch, anarchisch und lebensgefaehrlich.

Die angenehmeren Seiten von Marokko sind dagegen das (im Vergleich) fast voellige Fehlen von nervigen Werbetafeln.
Ein Schild ueber dem Laden, ein Schaufenster, und in Rabat habe ich bislang genau 3(!) Werbetafeln gezaehlt. Hier kann man tatsaechlich mal die Stadt sehen.
Wenn ein Besucher nach Berlin kommt bleibt ihm wahrscheinlich hauptsaechlich die Videowerbetafel vor dem S-Bahnhof Warschauer Strasse im Gedaechtnis.

Ebenso kann man hier fast ueberall und an jeder Ecke Kaffee trinken. Die wohl beliebteste/bekannteste Variante ist dabei 'Nus Nus' (woertlich: halb halb), welche genau das ist: Halb Kaffee, halb Milch. Es gibt aber genauso Cafe Noir oder Cafe au Lait. Der Preis schwankt dabei zwischen 6 Dh und 13 Dh, aber das liegt weniger an der Qualitaet des Kaffees als an dem Cafe/Restaurant. Im kleinen Strassencafe ist es deutlich billiger als im Edelrestaurant.
Ueberhaupt haben hier auch viele kleine Cafes Konditoreien angeschlossen. Zuckergebaeck gibt es in allen Formen und Groessen. Die meisten allerdings leider viel zu suess fuer meinen Geschmack.

Gegessen wird hier hauptsaechlich 'von der Strasse'. Es gibt ueberall kleine Laeden, die von Suessigkeitenlaeden bis Metzgereien reichen. Bei den Metzgereien kriegt man auch alles von Mortadella ueber Lunge-mit-Luftroehre bis zur Rinderhaelfte.
Ansonsten gibt es das Marjane, vergleichbar mit nem grossen Einkaufszentrum oder etwas weiter draussen sogar nen Metro.
Der groesste Andrang ist allerdings abends in Medina, dem oertlichen Bazaar. Ich empfehle, nicht zu viel Geld mitzunehmen und sich auch mit den Grundlagen des Handelns auszukennen. Es sind teilweise so viele Leute da, dass man echt keine Raumangst haben darf. Halb Rabat scheint versammelt.
Dafuer bekommt man hier aber auch alles vom Schal bis zum Fernseher, vom Rindfleisch bis zum USB Kit.

EOF

Category: blog

Tags: Travel


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