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Benjamin Schieder

[22C3] ZUSAMMENFASSUNG

2005 December 31 | 0 comments

So, hier nun meine Zusammenfassung des 22c3 Private Investigations.

Ich war erstmal nen Tag frueher schon da um mir das Ganze anzuschauen, mein Ticket zu kaufen und die ersten Leute zu treffen. Was ich erstmal sehr negativ fand war dass 3 Tageskarten soviel kosten wie eine Dauerkarte. Ich bin nunmal den letzten Tag nicht da, weil ich doch ganz gerne Sylvester ausgeruht in Ingolstadt sein moechte.
Nach einem gemuetlichen Essen mit ca. 20 Leuten die Sven alle angeschleppt hat (wie koennte es anders sein :)) gings ins Bett und am naechsten Tag frisch ans Werk.

Der erste fuer mich interessante Vortrag war dann 'We lost the war.' welcher eine realistisch-pessimistische Sicht der angehenden Totalueberwachung in der EU vorbrachte. Leider brachte er keine konkreten Loesungsansaetze in der Art von 'Webseite XY gegruendet um Aktivitaeten zu koordinieren'. Vielleicht kommt das ja noch.
Danach hab ich noch kurz in 'Erste Hilfe fuer Nerds und Geeks - Wie ueberlebe ich (ohne nennenswerte Schaeden) einen Kongress' reingeschaut, bin aber vorzeitig wieder gegangen.
Das waren dann auch schon die einzigen fuer mich interessanten Vortrage an Tag 1. Den Rest des Tages verbrachte ich damit, Leuten auf den Geist zu gehen :).

Tag zwei hielt fuer mich dann einen Vortrag ueber AJAX bereit. Ich habe ja bereits frueher mal verkuendet, dass ich kein Freund von AJAX bin. Ich bin es immer noch nicht, aber ich denke jetzt ein besseres Verstaendnis dafuer zu haben, wofuer AJAX gut sein kann, auch wenn die wirklich nuetzlichen Anwendungsgebiete wohl eher beschraenkt sind. Nicht so beschraenkt wie Java Applets und Flash, aber dennoch beschraenkt.
Sehr interessant hingegen war der Vortrag 'Anonymitaet im Internet' fuer welchen ein voellig unpassender Titel gewaehlt wurde. Es ging weniger darum, wie man sich mittels verschiedener Technologien anonymisiert, sondern was eigentlich hinter den Kulissen geschieht. Dazu wurde ein interessanter Einblick in die rechtlichen Bedingungen und Folgen fuer die Betreiber von Anonymisierdiensten gegeben. Es gab wohl zehn Anfragen beim CCC Anonymiser von Privatleuten welche wohl die nervigsten Anfragen darstellen, da diese einem nicht glauben, dass es keine Aufzeichnungen gibt. Dann eine Handvoll Anfragen der Polizei und Staatsanwaltschaft ueber monatealte Daten. Und dann eine Schnueffelanweisung der Staatsanwaltschaft (diese geht ohne richterlichen Beschluss ueber maximal drei Tage), welche die Staatsanwaltschaft aber verbockt hat indem sie Daten wollte die gar nicht einsehbar sind.
Um 23:00 Uhr fing dann das Literarische Code Quartett an. Dieses wurde leider dem Ruf des letzten Jahres nicht gerecht. Andreas Bogk hat so ziemlich das ganze Publikum in den Schlaf gewogen indem er etwa die halbe Zeit des gesamten Vortrags auf einen Vergleich zwischen zwei funktional aehnlichen Programmen verwendet hat. Ich weiss nicht mal mehr, welche das jetzt waren. Sorry, Jungs und Maedel, nach letztem Jahr hatten sich wohl alle auf eine lustige statt informative Veranstaltung gefreut. Vielleicht naechstes Jahr wieder?

Auf zu Tag drei, meinem letzten Tag. Hier hat mich dann wirkich nur noch Der Fnord-Jahresrueckblick und das Hacker Jeopardy interessiert. Fnord entsprach voll den Erwartungen des Publikums gemessen an mir :). Auch die Aufmachung als 'Nachrichtenshow' war eine sehr gute Idee. Komplett mit Eingangsmusik, Untertitel und rotierendem Globus.
Das Hacker Jeopardy fand ich dann etwas mau von den Kandidaten. Ich mein, dass '<game> -uwizard -D' ein 'cheatcode' fuer nethack ist, weiss man! Naja, eigentlich ist es ja der 'debug' modus. Als Cheatcode wuerde ich eher sagen 'nethack -X' bzw. 'X' waehrend dem Spiel druecken.
In der dritten Runde standen sich dann zwei Haecksen und ein Haecker gegenueber. Die beiden Haecksen haben leider fast gar nichts zusammen gebracht. Ich haette mir da mehr erwartet und hoffe, dass das nicht den 'ueblichen' Vorurteilen von Frauen und Technik als Munition dienen wird.

Das war dann auch das Ende des Kongress fuer mich. Alles in allem fand ich den Eintrittspreis zu hoch. 60 EUR waeren wohl eher in Ordnung gewesen.


EOF

Category: blog

Tags: 22c3


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